...hungriges herz...
valentin hat sein herz verschenkt

… und alle anderen organe, die noch gebraucht werden.



ein herz für euch, liebe leserschaft.
momentan abiturbedingt ruhe im karton; aber ich ändere das. bald.
14.2.07 23:57


Reinigung der Seele

in den letzten tagen lief ich oft in unseren straßen. einmal, da blieb ich stehen, um sie zu hören. Und als ich da stand, es war neunzehn uhr, da war es so still wie noch nie. ich fühlte, wie die geräuschdecke, die sonst überall lärmt, verschwindet, abhebt und davon fliegt. automatisch fängt man dann an, die vollkommen reine luft in seine lungen zu saugen; es ist wie einmal kurz durchwischen. frühjahrsputz für körper und seele - das wäre jetzt ein guter slogan für den, der diese luft verkaufen möchte. ich mag dieses geräusch des schnees wenn man sich langsam drüber hinwegbewegt, dies knierschen, die ganze straße klingt wie eine große eisfläche, die sich mit einer schimmernden schneeschicht tarnt und jede sekunde droht, einzubrechen. dennoch ist sie so sicher wie keine andere.
2.2.07 13:20


Mach die Augen auf

wie viele momente verpasst man alleine durch ein kurzes blinzeln? wir suchen den optimalen blick, aber nicht alle suchen den optimistischsten. jeder blickwinkel kann sich innerhalb eines zwinkerns ändern, wie der schwenk einer kamera, und wenn man sich das dann auf einer großen leinwand ansieht, wird einem schwindlig. immer der nase nach, so heißt die planloseste richtung, in die man schauen kann. wir schauen nur auf die standpunkte der anderen. ihre blickwinkel bleiben uns verborgen.

es gibt ein spiel, das spielt man im kindergarten. es heißt - und das sagt ja schon alles - “blinzeln”. die kinder bilden paare, die hintereinander stehen, und bilden einen kreis. ein kind muss jetzt jemanden im kreis anblinzeln, ein bisschen unbemerkt, ein bisschen scheu. das angeblinzelte kind muss versuchen, so schnell wie möglich zu seinem anblinzler zu rennen, ohne das sein hintermann es merkt. wenn der helle ist, greift er früh genug zu.

man muss dieses spiel mit erwachsenen menschen spielen. sie tun es jeden tag, auf trügerische weise, mit einem gemeinen grinsen in den mundwinkeln. sichtweisen ändern sich, standpunkte wechseln, und die momente gehen verloren. mit dem einzigen kurzen bruchteil einer sekunde.

27.1.07 17:59


über den wert der Sekunde

man mag meinen, dass zeit in ihren kleinsten einheiten minder wertvoll sei. Dabei sind es doch oft bloß sekunden, die befinden und gefühlslagen ganzer stunden und tage bestimmen. ein einziges wort, ausgesprochen in einer, zwei sekunden, kann so hart treffen, mitten in den bauch, dass die schmerzen eine woche lang zum ständigen begleiter werden. synchron kann ein kurzer kuss die seele umschmeicheln, wie das seidentuch eine schulter und auslöser sein für wunderbarste gänsehaut. so kann auf einer sekunde unglaublich viel veratwortung lasten. hierbei ist weniger von einer ersten sekunde die rede, von der sekunde, die man oft für am wichtigsten hält. etwas großes beginnt, und man möchte es von anfang an perfekt haben. der läufer, er wartet gebannt auf den startschuss, ein riesig-qualvoller moment, denn er weiß: gleich kommt ein befehl, und dann muss ich augenblicklich losrennen, um mein leben rennen. dabei könnte er doch ruhig werden. seinem selbstvertrauen die tür öffnen und daran glauben, dass nicht die erste sekunde die entscheidende ist. sondern viel mehr die letzte. jede erste sekunde kann man in den folgenden bearbeiten, ausbessern, perfektionieren. Oder weiterleben. (wobei nicht verschwiegen werden soll, dass man sie natürlich auch komplett negativieren kann.) doch die letzte, sie ist unwiderruflich. sie bleibt stehen, sie ist die erinnerung, die mitgenommen wird bis zur nächsten ersten sekunde. auf die letzte sollte wert gelegt werden. sie muss nicht ein höhepunkt sein. die letzte sekunde soll abrunden und vollenden. dann ist ihre aufgabe zu allen prozent erfüllt. eine letzte sekunde soll zusammenfassen, was sie abschließt, von der ersten bis zur letzten sekunde eine zeit einfangen in sich. sie soll den glanz geben über das geschehene. Das kann sie ganz subtil tun, in dem moment, in dem die letzten zuschauer das stadion um den läufer verlassen, und sie keinem auffällt. Und trotzdem ist die letzte sekunde allzu oft die kleine kugel aus perlmutt, die man sich um den hals hängt. Dde man einfädelt in die aus unzähligen momenten bestehende, bunt schimmernde erinnerungskette.
26.1.07 16:12


24.1.07 16:18


2.1.07 00:48


Psalm 23

so, heute morgen war die urnen beisetzung meiner uroma. ein sehr emotional bewegender moment, den man gar nicht in wörter fassen kann und ich auch nicht möchte, wenn ich erhlich bin. der pastoor hat vor der beisetzung den psalm 23 aufgesagt, den ich auch nun hier niederschreiben möchte um noch einmal abschied zu nehmen.

Ein Psalm Davids.
Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.

abschied zu nehmen ist nicht leicht, darum ist es wichtig jeden tag so zu genießen als wäre es der letze, dies ist mir klar geworden. in solchen negativen augenblicken des menschlichen lebens ist der zusammenhalt der ganzen familie wichtig und man vergisst alle streitigkeiten und besinnt sich auf die positiven seiten. man denkt an die verstorbende person, denkt an freudige erlebnisse. man ist gespalten, die traurige ebene, dass die person die zukunft auf dem planeten erde nicht mehr aufnehmen kann, und die relativ frohe ebene, so sehr dies auch paradox klingen mag, dass die person nun bei gott und sie sozusagen "erlöst" ist. dabei wollte ich gar nichts schreiben, nunja es ist passiert

19.1.07 13:51


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"Es ist besser für das, was man ist, gehasst, als für das, was man nicht ist geliebt, zu werden"

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